Das Verbandsjugendblasorchester hat sich verjüngt

Erste Probenphase in stillgelegter Fabrikhalle mit über 40 jugendlichen Musikerinnen und Musikern aus dem Kreis Reutlingen von Bernloch bis Zainingen und aus dem Kreis Tübingen von Bühl bis Seebronn.

Das Verbandsjugendblasorchester hat sich verjüngt

Erste Probenphase in stillgelegter Fabrikhalle

Römerstein-Böhringen. Aus der stillgelegten Fabrikhalle am Böhringer Ortsende waren am Wochenende aus dem offenstehenden Eingangstor konzertante Töne zu hören. Bedingt durch die Corona-Pandemie hatten die Verantwortlichen der Bläserjugend und des Blasmusikverbandes Neckar-Alb alles versucht, dass das erste Probenwochenende mit dem neuen Dirigenten Andreas Lewedey endlich stattfinden konnte. Die zündende Idee kam Verbandsvorsitzenden Helmut Vöhringer beim Wandern und so trafen sich neuer Dirigent und die Jugendlichen aus den Musikvereinen des Verbandsjugendblasorchester, dem Jugendauswahlorchesters in der Region Neckar-Alb erstmals für ein musikalisches Powerwochenende.

Am Jahresanfang war alles ganz anders geplant: Der langjährige musikalische Leiter Arno Hermann wurde im Februar bei einem Konzertabend im Tübinger Landratsamt verabschiedet. Sein Nachfolger war mit Andreas Lewedey bereits gefunden und freute sich auf die neue Aufgabe. Gleichzeitig verabschiedeten sich eine große Anzahl der jugendlichen Musikerinnen und Musiker aus dem Orchesterstamm. Das anstehende Studium oder der Berufsstart außerhalb der Landkreise Reutlingen und Tübingen bei den Orchestermitgliedern waren nachvollziehbare Gründe für den Austritt aus dem Auswahlorchester. Die Planung ging schon wesentlich weiter, so Fabian Stucke und Fabio Mazzotta aus dem Organisationsteam der Bläserjugend: Wir hatten aus den vergangenen Weiterbildungslehrgängen für Jugendlichen bereits Musikerinnen und Musiker angesprochen. Die Jugendleiter in den Vereinen und die Dirigenten sollten mit dabei sein, um motivierte junge Musikerinnen und Musiker aus der eigenen Kapelle die Empfehlung für das Verbandsjugendblasorchester zu geben. Das VJBO bietet seit vielen Jahren für die Jugendlichen in den Vereinen weitere Anreize sich instrumental und blasmusikalisch zu entwickeln, so Fabian Stucke und Fabio Mazzotta, die beide selbst im VJBO musizieren.

Trotz der Schulferien und wochenlangem Stillstand in der musikalischen Arbeit in den Vereinen, war die Werkhalle am Wochenende mit 40 hochmotivierten Jugendlichen gut besetzt. Die vorgeschriebenen Abstandsregelungen wurden penibel eingehalten. Der neue musikalische Leiter hatte einige Musikstücke im Gepäck und so erklang am Samstag die „Overture to a new age“. Aber auch „Moments for Morricone“ oder „Romanian Dances“ lassen bereits auf einen symphonischen Konzertabend blicken. Den neuen Orchestermitgliedern hat es viel Spaß gemacht und freuen sich bereits auf die nächste Probenphase im Herbst. Verbandsvorsitzender Helmut Vöhringer freute sich ebenfalls über die große Resonanz der Jugendlichen und den Ablauf der Probe in der Werkhalle.

Für Andreas Lewedey waren es nach eigener Aussage zwei sehr erfolgreiche Tage. „Alle Jugendlichen waren hochkonzentriert und hochmotiviert und das mitten in den Sommerferien“, so der 30-jährige Dirigent. Der selbst mit acht Jahren seinen ersten Trompetenunterricht genoss. Im Jahr 2007 übernahm er den Posten des Jugenddirigenten in seinem Heimatverein Denkingen und war seit 2013 alleiniger Hauptdirigent. An der Musikhochschule Trossingen begann er im Jahr 2012 sein Schulmusikstudium mit Hauptfach Trompete und Nebenfach Blasorchesterleitung. Er belegte Meisterkurse bei z.B. Thomas Doss und Markus Theinert und sammelte unter der Anleitung von Prof. Stefan Halder bereits Erfahrungen mit Profi-Orchestern. Neben seinem Heimatverein übernahm er 2016 auch die Leitung der Stadtkapelle Trossingen, bei welcher er zusätzlich Studenten im Fach Blasorchesterleitung anleitete.

Ein Wunsch hatte Andreas Lewedey am Ende der ersten Probeneinheit aber trotzdem noch auf Lager: Es gibt noch freie Stühle in verschiedenen Registern: Klarinette, Horn, Tuba und Percussion. Interessierte Jugendliche können sich gerne per E-Mail an vjbo@bvbw-neckaralb.de bei Fabio Mazzotta melden.

 


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